Verfluchte Administration

Verfluchte Administration

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Als Privatperson muss man an vieles denken, an das men eigentlich gar nicht denken will: „Krankenversicherungen, Haftpflichtversicherungen, Steuern, Altersvorsorge, Hypotheken.“ Und wenn man Familie hat wird es noch mehr.
Ganz ehrlich, manchmal wird es einem zu viel und man verliert leicht den Überblick. Plötzlich ist man mehrfach für ein und das selbe Risiko versichert oder man verpasst den Termin für die Steuererklärung. Es entsteht ein kunterbuntes Durcheinander.

Wieviel Administration wird es denn, wenn man eine Firma gründet?

Die erste eigene Firma

Eine eigene Firma gründen ist super spannend. Du kannst das tun was du liebst. Und du kannst es dann tun wann du willst. Keiner sagt dir was du tun und lassen sollst. Aber wir wollen nichts schön reden. Es ist ein grosses Risiko mit der Selbständigkeit verbunden. Du musst dein Einkommen sicherstellen, damit du deine Rechnungen zahlen kannst. Du muss genügend Aufträge generieren um deinen Unterhalt sicher zu stellen. Das ist mehr als harte Arbeit. Du wirst in jedem Fall mehr arbeiten müssen als in einer Anstellung. Aber es wird sich nicht so anfühlen, weil du es so machst wie du das willst und deine eigenen Ziele erreichst. Das macht Spass und fühlt sich nicht wie Arbeit an.  Und jeder neue Kunde, jeder neue Auftrag fühlt sich toll an. Nach und nach wachsen die Umsätze und damit das Einkommen. Aber auch die Verpflichtungen.

Administration - lästig aber wichtig

Von Anfang an musst du an vieles Denken, das alles unter dem Begriff Administration zusammengefasst wird. Was  bedeutet eigentlich Administration? Das Wort stammt aus dem Lateinischen und steht für: „Verwaltung“. Wir fassen darunter alles zusammen, was nicht direkt mit der Leistungserbringung zu tun hat, jedoch unumgänglich ist. Der Satz sagt schon einiges aus: „was nicht direkt mit der Leistungserbringung zu tun hat…“ Weshalb solltest du etwas tun, was nicht dirket mit deiner Leidenschaft zu tun hat? „… jedoch unumgänglich ist!“ Klingt irgendwie nach Zwang oder?

Natürlich klingt das zunächst nicht sehr attraktiv und es braucht einige Überwindung sich darum zu kümmern. Trotzdem lohnt es sich von Anfang an die Weichen richtig zu stellen um den Aufwand so gering wie möglich zu halten und möglichst optimal zu arbeiten. Aber auch bei bestehenden Firmen lohnt es sich, immer wieder die Prozesse, gerade in der Administration, zu überprüfen und allefalls zu optimieren.

Firmengründung

Du hast eine Vorstellung davon, wie du dein Geld verdienen willst und möchtest nun dein eigenes Unternehmen gründen? Herzliche Gratulation! Natürlich machst du dir Gedanken um Investitionen, um Standorte, du suchst einen Laden, ein Büro oder einen Produktionsstandort. Vielleicht brauchst du auch nur einen Computer oder ein Fahrzeug?

Es lohnt sich jedoch bereits jetzt sich Gedanken zu machen, wie du dein Unternehmen Verwalten und steuern willst. Zu allererst solltest du dir klar werden welche Rechtsform dein Unternehmen haben soll. Dies hat nämlich zu allererst Auswirkungen auf deine Firma. Wusstest du, dass die Firma nichts anderes ist als der Name, unter dem du deine Geschäfte betreibst? Genau bezüglich dieses Namens gibt es Regeln. Es spielt eine Rolle ob du ein Einzelunternehmen gründest und damit selbständig wirst oder ob du Angestellter deiner eigenen Aktiengesellschaft – AG oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung – GmbH wirst.

Die Rechtsform hat nicht nur Einfluss auf den Firmennamen, auch die Sozialversicherungen Wie AHV, IV, EO, ALV, BVG, UVG usw. sind je nach Rechtsform deiner Firma unterschiedlich geregelt. Du kannst nicht alle anfallenden Arbeiten alleine Ausführen, und musst Personal anstellen? Dann gelten wieder andere Regeln!

Ebenfalls werden die einzelnen Rechtsformen unterschiedlich besteuert. So bezahlst du als Selbständiger deine Steuern als natürlich Person und bist damit der Progression unterworfen. Juristische Personen hingegen zahlen einen fixen Steuersatz.

Steuern und überwachen der Firma

In deiner Unternehmerischen Tätigkeit ist es fundamental wichtig, dass du Investitionen tätigen und deine Waren einkaufen kannst. Dafür brauchst du Geld. Es lohnt sich also fortlaufend die Liquidität zu planen, damit dir nicht das Geld ausgeht um die laufenden Rechnungen zu bezahlen. Mach dir eine Tabelle und trage monatlich die Fixkosten darin ein: “ Miete, Löhne, Strom, Sozialversicherungen usw.“ So behälst du den Überblick, was du dir leisten kannst und wofür du noch sparen musst.

Bald erreichst du einen Umsatz von CHF 100’000.- pro Jahr. Dann kommt ein neues Thema auf dich zu: “ Ab diesem Umsatz hast du die Pflicht, Mehrwertsteuer – MwSt abzurechnen. Dabei bezahlst du je nach Art deiner Leistung einen prozentualen Anteil deines Umsatzes an die Eidgenössische Steuerverwaltung. Wobei du die geleisteten Vorsteuern in Abzug bringen kannst.

Du erbringst elektronische Dienstleistungen an Private im Ausland? Dann bist du möglicherweise auch im Land des Empfängers der Leistung Steuerpflichtig.

Du bist je nach Höhe des Umsatzes auch verpflichtet eine ordentliche und mehr oder weniger umfangreiche Buchhaltung zu führen.  Dies lohnt sich sowieso, da es vieles was sonst viel Aufwand gibt vereinfacht. Beispielsweise die Abrechnung der Mehrwertsteuer. 

Vergiss nicht die Versicherungen

Neben den obligatorischen Sozialversicherungen, solltest du auch an die vielen freiwilligen Versicherungen denken. Möchtest du im Falle einer Krankheit dich oder deine Angestellten gegen den Lohnausfall versichern? Dann benötigst du eine Krankentaggeldversicherung. In jedem Fall empfehlenswert ist eine Betriebshaftpflicht Versicherung, welche für Kosten aufkommt die entstehen bei einer Unachtsamkeit einem Missgeschick oder sonst einem Fall in dem dein Unternehmen Haftpflichtig ist. Je nach dem ob du Fahrzeuge hast oder Werkzeuge und MAschinen, lohnen sich allenfalls auch individuelle Sachversicherungen.

Viel Aufwand für die Administration

Zugegeben, es ist sehr viel woran du denken musst. Aber du siehst, es lohnt sich die Weichen richtig zu stellen und hin und wieder die Abläufe und Routinen zu überprüfen.

Irgendwie verhält es sich mit der Administration ähnlich wie mit der Zahnpflege. In Summe ist ist es viel günstiger und weniger Schmerzhaft wenn man die Zähne regelmässig pflegt und hin und wieder der Zahnarzt einen Blick darauf wirft als wenn man jahrelang nichts macht und wartet bis man Zahnschmerzen hat.

In der Administration heisst der Zahnarzt Treuhänder. Lass ihn einen Blick auf deine Administration werfen und lass dich beraten. 

Ruf unverbindlich an und stell deine Fragen. Ein erster Termin bei uns ist unverbindlich und kostenlos.

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